Sideorders: Heftige Deko

Stadtleben | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Beim China-Restaurant haben wir uns an Aquarium und goldenen Drachen irgendwie schon gewöhnt, und auch die Stilblüten hellenischer Gestaltungskunst bringen uns kaum mehr auf die Palme. Im folgenden jedoch ein paar Lokale, bei denen's echt mit den Leuten durchging.

Jungle City, 7., Mariahilfer Str. 42, Mo-Fr 10-20, Sa 10-17 Uhr.

Der oberste Gerngross-Stock bietet ein kurioses Grottenbahn-Erlebnis mit mehreren Standeln, die sich um ein künstliches Stück Urwald ranken: Steaks, Salate, Pizza und diverses anderes, mittelmäßige Qualitäten, hohe Preise, aber dafür grunzt hin und wieder der Plastik-Gorilla.

Rosenberger Marktrestaurant, 1., Maysederg. 2, Tel. 512 34 58, tägl. 10.30-23 Uhr, CC: alle.

Rund um einen künstlichen Baum wird vor den Augen der Menschen auf Teller gehäuft, in Gläser gezapft, gerührt und kurzgebraten. Hat man endlich ein vollständiges Essen beieinander, kann man sich in viele verschiedene, kitschige Räume setzen, die alle ein bißchen ans Holo-Deck erinnern.

Charlie P's, 9., Währinger Straße 3, Tel. 409 79 23, Mo-Sa 10-2, So 12-1 Uhr, CC: alle.

Das jüngste und größte Wiener Fließband-Pub aus Irland: Auf zwei Stockwerken wird kaum ein irisches Klischee ausgelassen, von der Natursteinmauer, dem Kamin, der viktorianischen Bar, den Guinness-Antiquitäten, den Snugs, dem Märchenwald bis zum Pferdefuhrwerk. Das Essen fügt sich in dieses Bild.

Nikis Kuchlmasterei, 3., Obere Weißgerberstr. 6, Tel. 712 90 00, Mo-Sa 11.30-24 Uhr, CC: alle.

Ein Luxusrestaurant wie eine Operette: von den Fresken und Springbrunnen über eine Schnapsbrennerstube und eine Oma-Küchenstube bis zum Manekenpis, der mit einem ins Pissoir pinkelt.


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