Liebe Leserin, Lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Die Auffassung "Niemand hackelt wos, außa mia" ist weitverbreitet. Ich bin vor diesem Selbstbetrug, der bei den Schwestern und Brüdern von der katholischen Fraktion als eine Todsünde oder ähnliches gilt (glaub' ich), nur insofern gefeit, als ich mir seit geraumer Zeit die Beobachtung von Klaus Taschwer zum Hobby gemacht habe. Gemeinsam mit Oliver Hochadel gibt er die Falter-Wissenschaftsbeilage heureka! heraus, deren aktuelles Heft sich mit dem Thema "Kunst und Wissenschaft" auseinandersetzt und u.a. ein Gespräch mit Österreichs größter Nobelpreis-Hoffnung, dem Photonen-Beamer Anton Zeilinger, enthält.

Damit noch nicht hinreichend ausgelastet, hat Taschwer auch gleich noch den renommierten Soziologen Richard Sennett interviewt, dessen preisgekröntes Buch "Der flexible Mensch" zu einem veritablen Bestseller wurde und der sich im Falter-Gespräch kritisch zum sogenannten "dritten Weg" der "neuen" Sozialdemokratien Marke Blair & Schröder äußert. Die Defizite dieses "dritten Wegs"

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