Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

... wurde zu einem Urlaub mit der Brigade "Jose Marti" nach Kuba eingeladen. Das Kuba-Virus ist also nicht nur eine akute aktuelle Zeiterscheinung. Im Unterschied zu heute jedoch interessierte damals die Musik und die Schönheit der Insel nur am Rande, sondern vor allem die politische Lage des Landes.

Eine Gelegenheit, die Entwicklung Kubas, einer der schönsten Inseln in der Karibik, direkter und intensiver als sonst üblich kennenzulernen, bietet die vom Kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) in Zusammenarbeit mit einer Reihe westeuropäischer Freundschaftsgesellschaften heuer bereits zum fünften Mal veranstaltete "Brigada Europea Jose Marti". Diese internationale Solidaritätsbrigade, an der 240 Personen aus 15 Ländern teilnehmen können, versteht sich einerseits als Beitrag, um hier in Europa das Verständnis für den faszinierenden, aber auch schwierigen Weg Kubas in den letzten zwanzig Jahren zu vertiefen, und soll andererseits zum Ausdruck bringen, daß in ganz Europa bereits eine breite und einheitliche Solidaritätsbewegung mit Kuba existiert. Demgemäß lernen die Teilnehmer an der Brigade im Rahmen eines freiwilligen Arbeitseinsatzes in der Landwirtschaft oder beim Bau, bei Konferenzen, Filmvorführungen, Diskussionen und Besichtigungen sowie einer abschließenden Rundreise die aktuelle Situation Kubas kennen. Die Mitgliedschaft in einer Partei oder politischen Gruppierung ist hierzu selbstverständlich keine Bedingung, im Gegenteil, die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft ist als unabhängige Organisation daran interessiert, in den verschiedenen fortschrittlichen Organisationen möglichst viel Interesse für die Solidarität mit Kuba zu wecken und auch unabhängige Personen dafür zu gewinnen.


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