Keine lila Pause

U-Bahn-Bau: Daß die U2 über den Praterstern nach Transdanubien führen soll, ist schon seit gut einem Jahr fixiert. Nun nimmt die Planung konkrete Formen an - und es formiert sich Widerstand.

Thomas Rottenberg | Politik | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Das wäre eine Katastrophe." Finanzstadträtin Brigitte Ederer macht sich Sorgen. Allerdings nicht um die U2. Die soll nämlich bis 2008 verlängert und fertig sein - und unter anderem Fußballfans bis zum Stadion bringen. Das, betont Brigitte Ederer, sei eine tolle Sache. Eine Katastrophe, so die Wiener-Linien-Stadträtin, wäre es aber, wenn die Fußball-Europameisterschaft - um deren Austragung 2004 sich Österreich beworben hat - nach Wien käme. "Weil wir da mitspielen müßten." Die U-Bahn wäre obendrein nicht fertig.

"Wegen drei Spielen, die im Prater stattfänden, hier unheimlichen Druck zu machen", sprang Planungsstadtrat Bernhard Görg Brigitte Ederer vergangenen Mittwoch im Schweizerhaus bei, "wäre unsinnig." Die zehn neuen U-Bahn-Kilometer nach Transdanubien, betonten Vizebürgermeister und Stadträtin in koalitionärer Freundschaft, würden zügig, aber ohne Hast zunächst zu Ende geplant und dann in Etappen eröffnet. Baubeginn, so der derzeitige Stand der Planung, ist 2002,

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