Weitukäi - voll okay?

Millennium: Die ganze Welt ist im Millennium-Bug-Fieber. Regierungen und Konzerne fürchten den totalen Computer-Crash mit der Datumsumstellung. Alle? Nicht alle. Ein kleines Land läßt sich nicht irre machen ...

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Wien am ersten Jänner: Alles steht. Kinder frieren in Wohnungen ohne Fernwärme, Krankenhäuser haben keinen Strom, Menschen stecken seit Mitternacht in U-Bahn-Tunnels fest, die Trinkwasserversorgung ist zusammengebrochen, und Strom gibt es auch keinen. "Das wäre das Worst-Case-Szenario. Eine Horrorvision. Aber sie wird nicht eintreten", meint Karl Skyba, Herr über praktisch alle lebensnotwendigen Selbstverständlichkeiten, die die Stadt am Laufen halten. Denn die Stadtwerke, so Skyba, haben das "Weitukäi"-Problem so fest im Griff, wie es eben geht. "Weitukäi" - sinnlos eingedeutscht auch "Ypsilonzwoka" steht für Y2K: Y heißt Year, 2 ist 2 und K Kilo, also tausend: Y2K ist die Catch-Phrase für alles, was sich rund um die magische Datumsumstellung zur Jahrtausendwende abspielt.

Rund um den Globus geht es dazu heftig ab. Weil viele Computer mit dem Datum nicht zu Rande kommen werden, befürchten Experten den Zusammenbruch zahlreicher Systeme - und arbeiten seit Jahren daran, "Millennium-Bugs"


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