Ein Volk, ein Ball, ein Führer

Sportgeschichte: Vor 48 Jahren wurde Rapid durch ein 4:3 gegen Schalke deutscher Meister. In einem Buch über den Fußball im Nationalsozialismus wird der legendäre Sieg in schiefes Licht gerückt.

Politik | Edgar Schütz | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Hundert Jahre alt ist Rapid heuer geworden. Und da es sonst nichts zu feiern gibt, besann man sich am Rathausplatz vergangener Großtaten. Eine davon geschah am 22. Juni 1941: Rapid gewann in Berlin gegen Schalke 4:3 und damit die deutsche Meisterschaft. Rein fußballerisch ein Meisterstück ersten Ranges, führte Schalke doch 3:0, ehe die Mannschaft das Spiel mit drei Toren noch umdrehte. Doch im Jubiläumsjahr wird das Heldenepos in Frage gestellt. "Das Spiel war gesteuert", wird Herbert Burdenski, Vater des Bundesliga-Tormanns Dieter Burdenski und einst Fußballer bei Schalke, in dem jüngst erschienenen Buch "Stürmer für Hitler" zitiert. Burdenski war - als 19jähriger - an dem legendären Spiel beteiligt und betreut heute das Schalke-Archiv. Die Begründung für seine gewagte Behauptung: "Die Ostmark sollte einen Meister haben. Wie sonst ist es zu erklären, daß Rapid zwei fragwürdige Elfmeter bekommen hat?"

Das ist die Geschichte, die man hierzulande über das Spiel bisher zu hören


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