Lugners Liste

Wahlen: Richard Lugner ließ sich nicht entmutigen, als er vor einem Jahr doch nicht zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Nach den Nationalratswahlen im Oktober will der Baumeister ins Parlament einziehen.

Gerald John | Politik | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Richard Lugner ist nicht zu bremsen. Wie aufgezogen, fast schon routiniert, ratscht er seinen Sermon über Proporz & Filz herunter. Ein Deja-vu aus dem Präsidentschaftswahlkampf 1998, als der Baumeister landauf, landab seiner Abneigung gegen die große Koalition Luft machte. On tour hat Lugner offenbar seine Liebe zur Politik entdeckt: Im Herbst setzt er zum Sprung in den Nationalrat an.

Die EU-Wahlen vom 13. Juni haben "Mörtel" nachdenklich gestimmt. "Die Menschen haben die Nase von dieser Art von Politik voll", sagt Lugner und verweist auf die niedrige Wahlbeteiligung von 49 Prozent. Deshalb tritt der Baumeister bei den Nationalratswahlen am 3. Oktober österreichweit mit einer "Liste Lugner" an.

Der ehemalige Hofburg-Aspirant setzt auf ein schillerndes Potpourri inhaltlicher Versatzstücke. Da trifft Lugner, der Autoritäre ("der Bundespräsident soll Minister abberufen können"), auf Lugner, den Parlamentarier ("wichtig, daß das Liberale Forum im Parlament bleibt und die CSA reinkommt").

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