"Samstags drehe ich durch"

Performance: Nach zweijähriger Wien-Pause zeigt der englische Tanzperformer Nigel Charnock im Künstlerhaus ein neues Solo. Es geht, wie immer, ums Ganze.

Helmut Ploebst | Kultur | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Nigel Charnock liebt die Sprache. Der ehemalige Tänzer und Mitbegründer der wichtigsten zeitgenössischen Company in England, des Londoner DV8 Physical Theatre, hat den Tanz auf ein Minimum reduziert. Bei den Festwochen waren seine One-man-Shows "Hell Bent" und "Human Being" erfolgreich; jetzt kommt er mit seiner neuen, obsessiven Performance "fever" (mit dem Klarinettisten Michael Riessler) nach Wien. Charnocks Englisch sprudelt und wirbelt auf der Bühne so ungebremst wie im Gespräch - besonders, wenn ihm dabei Frau Thatcher einfällt.

Falter: Was ist das Besondere an Ihrer neuen Arbeit?

Nigel Charnock: Ich habe noch nie etwas so Beängstigendes gemacht wie "fever". Reine Improvisation, keine Proben. Ich weiß im vorhinein nicht, was passieren wird oder was ich tun werde - nur, daß ich einige Shakespeare-Sonette rezitiere. Eines beginnt so: "Meine Liebe ist wie ein Fieber ..." Von daher der Titel. Es geht um diese leidenschaftliche und obsessive Liebe, die wir manchmal verspüren.

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