Notwendige Oberflächlichkeit

Life Ball: Am Samstag findet der siebente Life Ball statt. Nicht im Rathaus, sondern in der Hofburg. Organisator Gery Keszler peilt heuer die Zehn-Millionen-Spendengrenze an.

Stadtleben | Thomas Rottenberg | aus FALTER 25/99 vom 23.06.1999

Im Computer steckt ein Virus. Aber langweilig wäre es in dem kleinen Zimmer im Hotel Intercontinental auch ohne ihn nicht. Denn daß Grace Jones am Amsterdamer Flughafen sicher von einem zum anderen Flugzeug geführt werden will, ist nur eines von hundert Problemchen, die in letzter Sekunde bei der Organisation von Österreichs schrillster Party auftauchen. So prangte letzten Mittwoch am Computer von Life-Ball-Organisator Gery Keszler eine kleine Bitte: "Herr Keszler, der Herr Klestil hätte gerne 25 Karten für seine Lieblingstrafikantin. Zur Not tät' er sogar zahlen."

Falter: Der Run auf Life-Ball-Tickets ist ja legendär. Aber gibt es solche Interventionen wirklich?

Gery Keszler: Die Klestil-Meldung ist ein blöder Witz. Im Ernst: Es ist aus. Es gibt keine Karten mehr. Nach 34 Minuten waren wir ausverkauft.

Weil das Rathaus eine Baustelle ist, findet der Ball heuer in der Hofburg statt. Zu Jahresbeginn sah es düster aus: Oper und Hofburg wollten den Life Ball nicht. Du hast sogar gedroht,


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