Hans-Jörg im Glück

Justiz: Hans-Jörg Schimanek jun. wurde vorzeitig aus der Haft entlassen, obwohl er im Gefängnis Kontakte zur rechtsradikalen Szene pflegte.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Am siebten Juni war es endlich soweit. "Aufgrund seines Vorlebens, seiner begründeten Aussichten auf ein redliches Fortkommen und seiner Aufführung während der Vollstreckung wird Hans Jörg Schimanek jun. vorzeitig aus der Justizanstalt Sonnberg entlassen." Damit mußte der Sohn des gleichnamigen ehemaligen FPÖ-Parteiobmannes und nunmehrigen Landtagsabgeordneten etwas mehr als die Hälfte der achtjährigen Freiheitsstrafe verbüßen.

1995 wurde Schimanek wegen NS-Wiederbetätigung zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er als Gauleiter und Stellvertreter Gottfried Küssels in der verbotenen "Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition" (VAPO) "führend nationalsozialistisch" tätig gewesen war. Schimanek hatte Jugendliche für den Kampf ausgebildet und in Langenlois "Wehrsportübungen" abgehalten. Für Empörung sorgte ein aus dem Jahre 1987 stammendes Videoband, auf dem zu sehen war, wie Schimanek junge Burschen den "Gurgelschnitt" lehrte. Der Oberste Gerichtshof setzte das Urteil wegen


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