"Sie haben meine Mutter geohrfeigt"

Interview: Im November 1997 outete sich der Schauspieler Alfons Haider. Eineinhalb Jahre später zieht er Bilanz: Über den Karriereknick beim ORF, Drohbriefe und Schlägertrupps, Sippenhaftung und Viktor Klima.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Am 24. November 1997, seinem 40. Geburtstag, outete sich der Schauspieler Alfons Haider. Drohbriefe hatten den Schwiegersohn der Nation die Flucht nach vorne antreten lassen. Seither tritt er oft bei Veranstaltungen für die Gleichstellung Homosexueller und bei Aids-Charitys in Erscheinung. Vorletzte Woche moderierte er die Regenbogenparade, am Life Ball heftete er dem Bundeskanzler ein Red Ribbon an. Haider ist aber auch streitbar, wo er keine mediale Begleitmusik zu erwarten hat. Sein Wickel mit einer rassistischen Naschmarktstandlerin trug ihm vor wenigen Wochen einen Falter-"Hero" ein. Prompt landete beim Falter ein mit Drohungen und Rassismen gespickter Brief eines offensichtlich blendend über Haider informierten Anonymus. Im Falter-Interview zieht der Schauspieler Bilanz über die eineinhalb Jahre, in denen er vom Paradeschwiegersohn zum Paradeschwulen wurde. Haider spricht über berufliche Nachteile, Gewalt gegen Homosexuelle und ihre Familien, Diskriminierung und seine Hoffnung


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