Ob Basalt wohl nix halt?

Museumsquartier: Auf Europas größter Kulturbaustelle wachsen die Museumsbauten. Nun bricht ein Streit um die Basaltfassade des Museums moderner Kunst aus: Der Stein soll unsicher sein.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Adolf Krischanitz hat eine Theorie: "Schwarze Gebäude lösen Widerstände aus." Das hat der Architekt auch bei der von ihm entworfenen Neulandschule bemerkt. "Mittlerweile hat sich das aber gelegt." Dem Motto "Black is beautiful" hat sich auch Laurids Ortner verschrieben. Deshalb plant der Architekt des Museumsquartieres, einen der beiden großen, im Haupthof des Museumsquartiers zu errichtenden Bauten - das Museum moderner Kunst (MMK) - mit schwarzer Basaltlava zu verkleiden. Etwa 5000 Quadratmeter schwarzer Steinfläche würden so entstehen, die Kosten schätzt Ortner auf rund 55 Millionen Schilling.

Doch die dunkle Wand eckt an. Gab es zunächst Bedenken bezüglich der Graffiti-Putzfähigkeit des porösen und saugfähigen Steins, bescheinigt nun ein Gutachten des TGM dem von Ortner ausgewählten Basalt mangelnde Haltbarkeit. Ein Gegengutachten Ortners belegt hingegen das Gegenteil. "Es geht", betont Günther Bischof, Noch-Geschäftsführer der Museumsquartier Errichtungsgesellschaft,


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