Gstetten in Deutschland

Film: Das Filmcasino eröffnet seinen Kinosommer heuer mit drei Spielfilmen des deutschen Filmemachers Roland Klick: eine Wiederentdeckung.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Das Kino der bundesdeutschen Nachbarn jenseits des Mainstream ist eine Landschaft mit einzelnen gut erschlossenen Fixpunkten und dazwischen vielen weißen Stellen. Von Zeit zu Zeit taucht ein Film auf oder ein Name, der sich neu einschreibt. So kann man seit einiger Zeit zum Beispiel wieder die Filme von Roland Klick im Kino sehen: Erst in Deutschland, vergangenen März im Rahmen der Grazer Diagonale und nun eine Auswahl - "Deadlock", "Supermarkt" und "White Star" - zum Auftakt des Wiener Filmcasino-Sommerkinos.

Roland Klick, Jahrgang 1939, beginnt in den sechziger Jahren Filme zu schreiben und zu drehen. Kurzfilme zunächst, wie seinen Erstling, die dokumentarische Collage zum saisonalen Konsumrausch namens "Weihnachten" (1962/63), oder "Ludwig" (1963/64), eine neorealistische Skizze vom Landleben, mit Otto Sander in seiner ersten Filmrolle. 1968 entsteht Klicks erster Spielfilm, "Bübchen", die ruhige und genaue Schilderung der Umstände eines beiläufigen Mordes.

Sternenhimmel: Hoch oben,


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