Phantastisch fabulös

Musik: Der New Yorker Mädchenband Luscious Jackson gelang die bis dato unverkrampfteste Kreuzung aus Drum 'n' Bass und Pop.

Kultur | Robert Rotifer / London | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Wir sitzen in einer Londoner Hotelrezeption (wo sonst?) und lauschen unerlaubterweise mit, wie Kate Schellenbach, Schlagzeugerin von Luscious Jackson, von zwei Journalisten eines furchtbar modischen britischen Style-Magazins interviewt wird. Die beiden smart gekleideten jungen Herren demonstrieren genau die richtige Mischung aus Kumpelhaftigkeit und Respekt - schließlich haben sie hier nicht irgendwen vor sich. Schellenbach war Schlagzeugerin im ersten Line-up der Beastie Boys, 1981, als die späteren weißen Botschafter des Rap noch Hardcore-Punk in der Garage spielten. Folgerichtig war Schellenbachs Band Luscious Jackson zehn Jahre später auch die erste Gruppe, die von Grand Royal, der damals neu gegründeten Plattenfirma der Beastie Boys, unter Vertrag genommen wurde.

Irgendwann im Verlauf des Interviews kommt schließlich die unvermeidliche Frage nach den drei lebensrettenden Lieblingsplatten im Falle des Strandens auf einer einsamen Insel. Kate Schellenbach nennt spontan The Slits


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