Sieben auf einen Streich

Literatur: In dem Roman "Finbars Hotel" versammeln sich einige der bekanntesten irischen Autoren zu einem lesenswerten Stelldichein.

Kultur | Erwin Quirchmair | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Es tut sich was. Im ersten Stock von Finbars Hotel in Dublin. Einem etwas abgetakelten Kasten am Ufer der Liffey. Sieben Gäste wohnen dort Wand an Wand. Zimmer 101 bis 107. Sieben Schicksale. Jedes ein Kapitel für sich.

Der Dubliner Schriftsteller Dermot Bolger scharte eine Handvoll literarischer Freunde und Kollegen um sich, die als Gastautoren je ein Zimmer belegen sollten. In Summe ergibt das einen interessanten Querschnitt durch die irische Literaturszene - von Roddy Doyle bis zu Joseph O'Connor. Zwar sind die Autoren auf dem Cover alphabetisch genannt, nicht jedoch in der Reihenfolge, in welcher ihre Geschichten im Buch erscheinen. Es bleibt also dem literarischen Scharfsinn des Lesers überlassen, die richtige Zuordnung vorzunehmen. Start frei zum heiteren Autoren-Raten.

Im ersten Zimmer treffen wir Benny. Typ braver irischer Ehemann und Vater, der einmal im Leben so richtig auf den Putz hauen möchte - paar Runden durch die Nachtclubs, bißchen Aufreißen, bißchen Abschleppen, One-Night-Stand


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