Einfach weg

Verreisen Immer mehr Menschen verreisen in letzter Minute. Last-Minute ist nicht nur billiger, sondern erlaubt auch mehr Flexibilität. Allerdings sollte man auch beim Urlaubsziel flexibel sein.

Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 26/99 vom 30.06.1999

Vor dem Check-in-Schalter ewig lange Schlangen, Kind und Kegel, Gepäcksmassen. Heiße Luft und große Hektik in der Wartehalle. Passagiere nesteln immer wieder an sich herum, um sich zu überzeugen, ob sie die Flugtickets auch nicht vergessen haben. Während viele dafür aber Wochen Zeit haben, besitzen immer mehr ihre Tickets noch gar nicht so lange: Last-Minute-Urlauber bekommen ihre Reiseunterlagen nämlich erst kurz vor Abflug.

Sonja Schmied, 23 und Absolventin der Krankenschwesternschule in Lainz, hat gerade die letzte Prüfung hinter sich gebracht. Nach fast drei Jahren Schulbank-Drücken hat sie sich rasch entschlossen: "Ich wollte einfach schnell weg." Ab ins Last-Minute-Reisebüro, gebucht, geflogen. Mit einem Tramperrucksack nimmt sie Kurs auf Griechenland. Zwei Wochen. Dann fängt sie an, in Lainz zu arbeiten. Sonja hat Last-Minute gewählt, weil es einfach ist. "So unkompliziert wie einen Fahrschein im Zug lösen." Aber auch, weil es billig ist. Der Stau am Flughafen stört

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