Der letzte Satz

Seinesgleichen: Geschieht Es wäre kein schlechter Romantitel, überschreibt aber bloß den Versuch einer Selbstreflexion.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

"Apropos Wärme. Immer wenn die Sonne brennt, wachsen mir merkwürdige Einfälle zu. Diesmal ein Versuch in angewandtem Catonismus. Sie erinnern sich, dieser unerbittliche Römer, dessen Namen sich Hans Dichand als Pseudonym gewählt hat, pflegte seine Senatsreden, gleich welchem Thema sie gewidmet waren, mit dem Satz zu beenden: Ceterum censeo Carthaginem delendam esse (Im übrigen glaube ich, Karthago muß zerstört werden).

Auf absehbare Zeit (und wer die österreichische Medienpolitik kennt, müßte schreiben, auf unabsehbare Zeit) werden Sie an dieser Stelle also den Satz lesen: Im übrigen glaube ich, die Mediaprint muß zerschlagen werden."

Man muß die Feste feiern, wie sie fallen. Diese Passage erschien an dieser Stelle vor genau fünf Jahren. Mit ihr erstmals der letzte Satz. Nun ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Aneinandergereiht ergäben diese Sätze etwas mehr an Textmenge als drei "Seinesgleichen"-Kommentare. Sie könnten also am Anfang dieses Kommentars anfangen zu lesen: "Im


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