Wenn Hallen bleiben sollen

Kunsthalle: Wenn 2001 das Museumsquartier eröffnet, hat die Stunde der Kunsthalle geschlagen. Doch das Provisorium am Karlsplatz wird nicht verschwinden, es soll zum Schaufenster des Muqua werden.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Die Geschichte ist typisch: Zuerst wollte keiner das Ding haben. Häßlich, klobig und blickverstellend, schimpfte das Volk. Die Politik reagierte: Es kommt weg. Versprochen. Sobald es Ersatz gibt. Dann wuchs das ungeliebte Kind aber ins Herz der Stadt. Es belebte die Region. Und als es mit dem "Wieder weg"-Versprechen ernst wurde, war da ein bisserl Verzweiflung: Muß das sein? Soll der Zustand "davor" wiederkommen? Die Zeit, als außer Hundescheiße und verdreckten, von Junkies weggeworfenen Spritzen an diesem Eck des Karlsplatzes nichts war? "Der Platz hat sich etabliert und bewährt", meint Gerald Matt. Wenn der Chef der Kunsthalle im Cafe vor "seinem" Ausstellungsquader sitzt, blickt er mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das von Adolf Krischanitz 1992 errichtete Gebäude. Lachend, weil die Kunsthalle 2001 ins Museumsquartier übersiedelt und dort idealere Arbeits- und Ausstellungsbedingungen vorfinden wird als in der als Provisorium geplanten Location am Karlsplatz.


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