Die Autosubvention

Förderungen: Nachdem Niederösterreich kinderreichen Familien beim Autokauf finanziell unter die Arme greift, befürchtet der Wiener Autohandel Einbußen. Jetzt fördert auch Wien den Autokauf.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Am ersten Tag haben 40 Interessenten im Rathaus angerufen. Kein Wunder: 25.000 Schilling sind, wie der Wiener sagt, "kein Schmutz nicht". Noch dazu, wenn man das Geld geschenkt bekommt.

Denn Wien subventioniert die Anschaffung von Kraftfahrzeugen. Freilich kann nicht jeder, der sich einen Boliden zulegen will, beim Rathaus anklopfen. Nur wer vier oder mehr Kinder hat und nach den Kriterien der Wohnbauförderung förderbar wäre, kann beim Kauf eines Familien-Vans von der Stadt 25.000 Schilling kassieren - plus Sonderrabatt-Prozente vom Händler. In Wien gibt es etwa 2000 Familien mit mehr als vier Kindern, im Höchstfall könnte die Aktion die Stadt also 50 Millionen kosten. Daß mehr als zehn Prozent der Familien Autos kaufen wollen, gilt aber als unwahrscheinlich. Hintergrund der Aktion ist eine Änderung der Straßenverkehrsordnung: Kinder gelten im Auto nicht mehr als "halbe Portionen". Vor allem kinderreiche Familien haben damit oft ein Problem: Das Auto wird über Nacht von Gesetzes


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