Zwei Cops in Chinatown

Film: James Foleys neuer Film, "The Corruptor", wandelt auf reichlich ausgetretenen Pfaden, aber das - dank seiner zwei Stars immerhin mit Würde.

Kultur | Andreas Ungerböck | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Hollywood kriegt nicht genug davon: Die Rede ist vom rund sechs- bis achtmal jährlich wiederholten Plot-Schema von den beiden ungleichen Polizisten, die schließlich Freunde werden. Diesmal heißt der ältere, erfahrene Cop Nick Chen, ist also Chinese American; Danny Wallace, der Grünschnabel, ist irischstämmig und hat, wie alle irischstämmigen Polizisten in New York, einen Vater, der auch schon Polizist war. Robert Puccis Story ist simpel, auch wenn sie sich im Laufe des Films reichlich Mühe gibt, kompliziert zu erscheinen: Nick Chen hat sich nach langen Jahren als Cop in Chinatown einen Sonderstatus verschafft, der es ihm ermöglicht, mit Freund und Feind gleichermaßen gut auszukommen - eine Hand wäscht die andere.

Das geht so lange gut, bis die Fukien Dragons, eine Bande junger Chinesen, auf den Plan treten und diese alten Regeln mißachten. Zu allem Überdruß wird noch ein junger Heißsporn der chinesischen Special Unit zugeteilt, das FBI mischt sich ein, und schon bleibt kein


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