Streifenweise

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

John Carpenter hat immer schon nah am Exploitation-Film und am B-Movie gearbeitet, hat deren Motive und Ästhetik in seine Produktionen überführt und ihnen dann doch eine ganz eigene Qualität und Größe gegeben, die über schnelle Unterhaltung weit hinausging. Sein jüngstes Werk, "Vampires", ist eine straighte Geschichte. James Woods und Company machen im Auftrag der katholischen Kirche im Süden der USA Jagd auf Vampire. Die Paarbildungen vollziehen sich klassisch, zwischen den Männern: immer antagonistisch, immer heftig, egal, ob es sich um die großen Kontrahenten (Woods und Obervampir Thomas Ian Griffith) oder um Allianzbeziehungen handelt. Der Film besteht auf Vordergründigkeit. Das Pfählen ist eine phallische Sache, und es findet seine Entsprechung darin, daß es in der Vampirjägerjean beim Vollzug (angeblich) eng wird. "Vampires" ist drastisch, schundig, mit einer Spezialeffekt-Ästhetik, die an die frühen achtziger Jahre gemahnt, als das Köpferollen, Ausbluten und Verbrennen


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