Aufgeblättert

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Die Helden der amerikanischen Postmoderne sind älter geworden, aber noch immer erscheinen neue Texte. Etwa von Joseph Heller (Jg. 1923, "Catch 22"), der mit "Einst und jetzt. Von Coney Island nach New York" seine Autobiografie vorlegt. Wobei das eigentlich zuviel gesagt ist, denn es handelt sich im Grunde um die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in Coney Island. Die Erlebnisse als Pilot der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg und die Karriere als Schriftsteller werden nur kurz gestreift, über Hellers Ehen findet sich fast nichts. Immer wieder aber kommt der Autor auf die Vergnügungen des Steeplechase Parks zurück oder liefert - bisweilen ermüdende - Aufzählungen von Klassenkameraden. Das im Titel präsente "jetzt" kommt selten zur Sprache. Leider, denn gerade in diesen Passagen läßt Heller bissige Statements über den Verfall der Medien oder die Blödheit des Golfsports los.

Ist "Einst und jetzt" für die Abendstunden gedacht, so eignet sich Robert Coovers (Jg. 1932, "Die öffentliche


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