Park nach Wunsch

Kunst: Das Projekt "Parkfiction" ist ein Beispiel dafür, wie Kunst unmittelbar ins Alltagsleben eingreift - und selbst Erdbeerbäume wahr werden läßt.

Kultur | Patricia Grzonka | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Wann ist ein Park ein Park? Wenn da ein "Erdbeerbaum in groß" hängt? Wenn ein "Seeräuberinnenbrunnen" darin steht? Wenn ein Musikclub zwischen zwei Baukränen in der Luft schwebt?

Die Frage nach dem Wesen des Parks bildet das Leitmotiv des Projekts "Parkfiction", das die konkrete Forderung nach einem frei zu definierenden Stück Grün im Hamburger Stadtteil St. Pauli seit nunmehr fünf Jahren begleitet. "Parkfiction" ist eine politische Erfolgsgeschichte, denn was als Idee und Fiktion begann, steht nun vor der Realisierungsphase: "Der Park kommt." "Parkfiction" ist aber auch ein Musterbeispiel für eine zeitgenössische Kunstpraxis, die Partizipation und soziale Intervention der Produktion von Kunstobjekten entgegensetzt.

Die Initiative entstand 1994, als mit der Überbauung des letzten freien Elbgrundstücks im Hamburger Rotlicht- und Amüsierviertel begonnen werden sollte. Die Anwohner dieses Grundstücks wollten sich die Sicht auf Elbe und Hafen nicht verbauen lassen, zumal St. Pauli


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