Friedhof der Kuscheltiere

Spielzeugbooms: Die Tamagotchis sind tot, die Monchichis verstaubt, nun sind die Furbys im Anmarsch. Auch sie werden aussterben.

Stadtleben | Adelheid Wölfl | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Auf einer ,ey-loh/mey-lah', gewärmt von der ,da/ey-loh', lebten die Furbys fröhlich zusammen im Irgendwo", gibt die Furby-Fibel Auskunft. Weil die Erde von den Wolken aus so "dah" ist und die Menschen so "ih-dey", sind sie jetzt zu uns gekommen. Genaueres weiß man nicht. Reden die Plüschwesen doch hauptsächlich Furbisch. Nur durch intensive Beschäftigung kann man ihnen ein bißchen Deutsch beibringen. Es läßt sich auf Bussigeben konditionieren und flippt aus, wenn man in die Hände klatscht. Und bei Schnarchen hilft nur eines: auf den Kopf stellen.

Alle paar Jahre werden die internationalen Spielzeuggeschäfte mit einer hysterieerzeugenden Neuentwicklung überschwemmt, die nach einem großen Hype wieder in kollektiver Vergessenheit versinkt und oft sogar völlig aus der Produktion genommen wird. "Das ist keine Spielware im klassischen Sinn, sondern ein schneller Trendartikel", sagt Wolfgang Hausmann, Großlieferant der österreichischen Spielzeugläden, zum aktuellen Plüschprodukt.


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