Klatsch & Tratsch

Internetcafes: Via E-Mail ein wenig klatschen, im Lokal mit anderen tratschen: 2300 Internetcafes gibt es weltweit. Auch in Wien gibt es immer mehr Gaststätten mit Internetanschluß.

Kultur | Wolfgang Paterno | aus FALTER 27/99 vom 07.07.1999

Anja Pfeiler war fünf Jahre lang auf hoher See. Als Zahlmeisterin schifferte die gelernte Hotelkauffrau auf Kreuzschiffen über die Weltmeere. Seit einem Jahr ist die Deutsche in Wien seßhaft. "Wie habe ich nur fünf lange Jahre ganz ohne Computer und Internet-Surfen leben können?" fragt sie sich, denn "heute bin ich fast süchtig". Den Computer zu Hause hat der Hitzschlag getroffen, deshalb steht sie bei Badewetter im guess club in der Kaunitzstraße im sechsten Bezirk und klickert ihre Beiträge beim Chatten in die Tasten des Internet-Terminals.

Wie im guess club gibt es auch in vielen anderen Wiener Lokalen seit einiger Zeit öffentlich zugängliche - meist kostenpflichtige - Internet-Terminals. Noch 1997 bezeichnete sich das Cafe Stein in der Währinger Straße stolz als "das erste und einzige Internetcafe Wiens". Weltweit gehen beinahe im Wochentakt weitere Gaststätten ans Netz: Derzeit gibt es in rund 115 Ländern an die 2300 "Cybercafes". In Wien sind es gerade einmal ein gutes


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