Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

... erschien eine äußerst lobende Kurzkritik über eine gemeinsame Ausstellung des Ehepaares Annemarie und Joannis Avramidis. Die positive Kritik galt vor allem den Arbeiten der Künstlerin Avramidis. Da man heute nur noch den Künstler Avramidis kennt, stellt sich die Frage: Was wurde aus der hochbegabten Frau?

A wie Avramidis, A wie Akademie. Die gelungene Synthese von Figur/Mensch und botanischen Zellteilungen des Joannis Avramidis sind bekannt. Mehr oder weniger gegliedert, in Bronze oder Holz-Aluminium-Kombination stehen die Objekte, gut gestellt, in schönem Raum, typische Avramidis.

Neue Galerie Wien, ein guter Auftakt. Und oben, im Stock der Galerie, Annemarie Avramidis, die Frau von Avramidis. Sie war durch die Intensität ihrer Arbeiten eine Entdeckung für mich. Ihre Werke zerfallen in die Bereiche Steine, Bronzen und Ölgemälde.

Die Bronzen haben etwas Erdiges. Stummel von Gliedmaßen gemahnen an ausgegrabene Altertümer. Ihre Kunst hat etwas Altes, sehr Altes an sich. Das


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