Das Toyota-Prinzip

Kommentar: Die Debatte um die allgemeine Wehrpflicht ist weder zufällig noch überflüssig, sondern Folge eines historischen Wandels.

Vorwort | Isolde Charim | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

"Juxrakete", "Wahlkampfluftballon", "Phantomdebatte" - so wurde die sogenannte Heeresdebatte von jenen apostrophiert, die sie führen. Ein Schuß, der nach hinten losgeht. Denn die irrtümlich losgetretene Debatte ist weder zufällig noch überflüssig: Die Frage nach der allgemeinen Wehrpflicht rührt vielmehr an ein zentrales gesellschaftliches Problem - allerdings ohne es zu benennen.

Die Debatte um das Heer wird so geführt, als ob es hier einzig um die Frage der äußeren Sicherheit ginge. Tatsächlich steht hier aber etwas ganz anderes auf dem Spiel. Dies wird deutlich, wenn man der Frage nachgeht, welche Art von Institution die Armee eigentlich ist. Wo greift diese wirklich ein?

Das Heer hat nicht nur eine Funktion an der äußeren Grenze, sondern auch im Inneren des Landes. Es hat eine eminente Bedeutung für die bürgerliche Ordnung: "Die Armee (garantiert) den zivilen Frieden nicht nur, weil sie eine wirkliche Gewalt, ein drohendes Schwert, ist, sondern auch weil sie eine Technik


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