Teures Lehrgeld

Affäre: Nicht nur die Verflechtung des Euroteams mit der SPÖ sorgt weiter für Diskussionen. In diversen Prüfberichten werden zahlreiche Unzulänglichkeiten bei Euroteam-Projekten kritisiert.

Politik | Gerald John | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

Euroteam-Geschäftsführer Lukas Stuhlpfarrer kommt mit dem Dementieren kaum noch nach. Seit die Grünen vor knapp zwei Monaten das SPÖ-nahe Firmengeflecht rund um das Euroteam, beauftragt mit der Koordination der Lehrlingsoffensive der Bundesregierung, thematisierten, häufen sich die Anschuldigungen (Falter 21/99). Die Grünen warfen Stuhlpfarrer & Co. Günstlingswirtschaft vor, Liberale und FPÖ schlossen sich dieser Meinung an.

Doch jetzt reiten nicht mehr ausschließlich die Oppositionsparteien Attacken gegen das rote Firmenkonglomerat. Ein von SPÖ und ÖVP getragener Bericht des parlamentarischen Rechnungshof-Unterausschusses spart nicht mit Kritik am Euroteam, das in fünf Jahren 40 Millionen Schilling an öffentlichen Förderungen erhalten hat. Das Papier kritisiert unter anderem "das Ausmaß der Aufträge und der Förderungssumme" für Euroteam, "Mängel bei der Abwicklung", "die fachliche Kompetenz der Unternehmensgruppe" und "sorglosen Umgang (...) mit dem Vereinsrecht". Weiters


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige