Ö1 gehört jetzt anders gehört

Radio: Mit 6. September ändert Ö1 sein Programmschema: geringfügig, aber trotzdem mit nicht unerheblichen Irritationen bei Hörern wie Mitarbeitern.

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

La Chanson ist nicht mehr. Nova wird auch nicht mehr sein. Transparent detto. Dafür bekommt Ö1 jetzt eine Wellness-Sendung. Und ein freitägliches Magazin zur kulturellen Wochenendplanung. Kontext wird verschoben, das Kunstradio ebenfalls, und das Radiokolleg bekommt einen Wiederholungstermin.

Relativ dezent sind die Änderungen im neuen Ö1-Schema, das seit kurzem vollständig vorliegt. Die gesamte 22.15-Uhr-Leiste macht dem Radiokolleg Platz, der Nachmittag bekommt eine durchgehende Fläche für Konzerte. Doch bei den Mitarbeitern von Ö1 macht sich trotzdem Unmut breit. Sparmaßnahmen zugunsten des nicht den Erwartungen entsprechenden RadioKulturHauses werden vermutet, sowie - nach den durchkomponierten Kennungen von Werner Pirchner - ein weiterer Schritt in Richtung Vereinheitlichung.

"Keinen Groschen werden wir einsparen", entgegnet Ö1-Chef Alfred Treiber. Obwohl auch Ö1 Geld nötig hätte. "Ö1 hat mehrmals keine Valorisierung mitbekommen. Da hat's finanziell eine gewisse Schwächung


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