Die Zukunft war gestern

Film: Dreißig Jahre nach der Mondlandung und kurz vor dem Wiederausbruch der "Star Wars" werfen sieben "Space Oddities" im "Kino unter Sternen" die Frage auf, was Science-fiction einmal war und was sie heute ist.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

Ein Freund hat mir folgende Anekdote von den Familien-Fernsehabenden seiner Kindheit erzählt: Beim kollektiven Anschauen einer Folge von "Raumschiff Enterprise" habe sein technisch geschulter Vater die meisten der wundersamen Maschinerien und Erfindungen anstandslos akzeptiert; nur über das Beamen habe er gemeint, daß "das jetzt aber sehr unwahrscheinlich" sei. Das war wohl in den frühen siebziger Jahren, kurz nach der Mondlandung: Die zwischen 1965 und 1968 gedrehten Episoden von "Star Trek Classic" liefen erstmals im ORF, und man war gewohnt, Science-fiction, zumal in Film und TV, nach ihrem Wahrscheinlichkeitsgehalt und dessen wissenschaftlicher Fundierung zu beurteilen.

Zeit im Bild: Lost in Space Damals nannte man Science-fiction-Filme - wohl nicht nur aus anglophobem Argwohn - noch "utopische Filme" und meinte damit Darstellungen, die unsere kühnsten Erwartungen übertrafen. Ein Beispiel dieser gängigen Auslegung von "utopisch" als "kaum zu glauben" bietet noch 1982 Nickerbockers


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