1000 $ für die Ewigkeit

Musik Via Internet suchte der britische Songwriter Momus nach Kompositionsaufträgen für seine neue CD. Mit dem "Falter" sprach er über den Erfolg dieses Projekts und die Überflüssigkeit von Plattenlabels.

Kultur | Walter Pontis | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

Was kostet ein Popsong? Der postmoderne Minnesänger Momus bot zu Jahresbeginn via Internet an, über die ersten 30 Leuten, die ihm 1000 Dollar und ein paar autobiografische Details zukommen lassen, Songs zu verfassen und diese auf CD zu veröffentlichen. Die Nachfrage nach dieser Art der persönlichen Verewigung war groß, und bereits nach drei Wochen hatte Momus mehr Förderer (unter ihnen der Künstler Jeff Koons) für sein Projekt gewonnen, als geplant. So finden sich auf "Stars Forever (40 people will live forever)" nun 40 dieser Song-Porträts, bei denen auch Momus' Faible für französischen und japanischen Pop durchklingt. Mit Cembalo, Beatbox und Synthesizer erstellt er kurze epische Lieder, deren Stil er "Analogue Baroque" nennt.

Die Idee zu diesem Projekt kam Momus, als er sich in einer finanziellen Notlage befand: Weil er auf seiner vorigen CD einen Song ohne Genehmigung aufgenommen hatte, wurde sein Label Le Grand Magistery zu einer Strafe von 50.000 Dollar verdonnert. Mit


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