Streifenweise

Kultur | I.Reicher / D.Robnik | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

Es gibt Filme, die machen einem die Arbeit ein wenig schwer. Und zwar deshalb, weil sie nichts Besonderes tun und somit weder viele Anknüpfungspunkte noch große Angriffsflächen bieten. "Teurer als Rubine" von Boaz Yakin ist so ein Fall von einem Film für zwischendurch, eine formelhafte Entwicklungsgeschichte, die sich hauptsächlich durch ihren ungewöhnlichen Schauplatz vor völliger Indifferenz rettet: "Teurer als Rubine" spielt mitten in New York, in einer Welt, die von genauen religiösen Regeln geprägt ist: Sonia (Renee Zellweger) ist chassidische Jüdin, die sich dem Wunsch ihrer Familie gefügt und einen jungen Rabbiner (Glenn Fitzgerald) geheiratet hat. Bald beginnt sie, körperlich und seelisch unter den Beschränkungen zu leiden, die ihr das traditionelle Leben als Ehefrau und Mutter auferlegt, und erkennt, daß sie sich ein eigenes Leben erarbeiten muß. Immerhin widersteht der Film - die zweite Regiearbeit von Yakin, der unter anderem das Drehbuch zu Clint Eastwoods "The


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