Rinnen lassen

Trinkwasser: Während die Bevölkerung in anderen Städten Grund- oder Flußwasser trinken muß, bekommen die Wiener Hochquellwasser serviert. Kühl, klar und frei Haus. Nur an besonders heißen Tagen befindet sich im Trinkwasser eine Spur Grundwasser.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

Als vergangene Woche die Thermometer auf 38 Grad stiegen, bescherte der heftige Sommertag den Wasserwerken einen Rekordverbrauch von 535.000 Kubikmetern Wasser - den höchsten seit fünf Jahren. Daß der Tagesverbrauch um 147.000 Kubikmeter höher war als sonst, lag natürlich nicht allein daran, daß mehr getrunken wurde. Eher schon daran, daß ein Großteil der Bevölkerung die Hitze nur dauerduschend aushielt.

Während die Bewohner anderer Metropolen sich Quellwasser in PET-Kanistern im Supermarkt teuer kaufen müssen, kommt in Wien das Quellwasser aus dem Wasserhahn. Zum Preis von 18 Schilling - pro Kubikmeter. In der EU wird die Trinkwasserversorgung zu 65 Prozent aus Grundwasser gedeckt. Das Wasser der Wiener stammt aus 100 Kilometer entfernt liegenden Quellen der niederösterreichisch-steirischen Kalkhochalpen: Schneeberg, Rax, Schneealpe und Hochschwab. Die Quellgebiete umfassen mehr als 600 Quadratmeter. Ohne Pumpen gelangt das Hochquellwasser in freiem Gefälle durch gemauerte


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