Einen Krug, beim Teutates!

Shopping: Mit einem neuen Konzept will sich "Der Gallier" im dichten Markt der Weinhändler etablieren.

Patrik Volf | Stadtleben | aus FALTER 28/99 vom 14.07.1999

Eigentlich, so wissen wir aus einschlägiger, buntbebilderter Überlieferung, waren sie ja leidenschaftliche Biertrinker, die Gallier. Und wenn sie Wein verkauften, dann die Kohlen gleich dazu. Andreas Hagn und Eckhard Horstmeier kümmern sich um solche historischen Details allerdings wenig und bekunden lieber offen ihre Vorliebe für die gepflegte Rebenkultur. Deshalb eröffnen die beiden, die bisher die Stadt mit Designermöbeln (disain, Cubus) versorgt hatten, am Freitag ihre eigene Weinhandlung auf der Wieden.

Für deutsche Weinkäufer ist "Der Gallier" kein Unbekannter mehr. Immerhin 200 Geschäfte nennt die Kette in Nachbarlanden ihr eigen. Das Konzept ist reduktionistisch. Kein Schnickschnack im Interieur. Ein Kellergewölbe mit Straßenzugang. Kartons, Kisten, Flaschen, wieder Kartons und Metallregale. Eine Theke. Kein übermäßiger Personalaufwand. Weder sind Hagn und Horstmeier selbst Sommeliers, noch wollen sie welche einstellen. "Unser Konzept ist, daß jeder selbst verkosten

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