Liebe Leserin, Lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Sommer hängt in der Luft, Chefredakteur Armin Thurnher betritt die Redaktionsräumlichkeiten wieder, fläzt im Chefredakteurssessel und hat sich meinen Strohhut aufgesetzt. Der Mann ist gut drauf. In den vergangenen Wochen hat er ein paar hunderttausend Zeichen in die Tasten gewuchtet, die müssen jetzt noch schnell zum Buchbinder, damit "Das Trauma, ein Leben" dann im September im Zsolnay Verlag erscheinen kann.

Mit meiner Befindlichkeit will ich Sie verschonen. Nur soviel: Es geht mir allmählich ziemlich auf die Nerven, von jedem Taxifahrer, Würstelstandler und Badewaschl mit unterstützendem kumpelhaftem Ellbogencheck danach gefragt zu werden, wann denn die in "Liebe Leser" 25/99 versprochene Fortsetzung der scharfen Beobachtung und kritischen Kommentierung der "neuen Mitte" stattfinden wird. Da ist sie, verdammt nochmal! Gerald John hat die von der SPÖ rechtzeitig vor den Wahlen herausgebrachte wirtschaftspolitische "Strategie für Österreich" zum Anlaß genommen, um der Frage nachzugehen, wie es die SPÖ denn mit dem Markt hält - und ist auch parteiintern auf durchaus unterschiedliche Auffassungen gestoßen.

Carsten Fastner zeichnet sich nicht nur durch ein bemerkenswert unkritisches Verhältnis gegenüber dem Hochsommer, sondern auch durch sehr unterschiedliche Interessen aus. Neben klassischer Musik kann er sich zum Beispiel auch für die Formel 1 begeistern und drängt seit Wochen auf ein Interview mit Helmut Zwickl. Die eigentliche Begegnung fand dann in der Garage statt, wo die Falter-Gesandtschaft Zwickls Lamborhini bewunderte, wohingegen Zwickl seinerseits ein bewunderndes "Pfauu!" hören ließ, als Heribert Corn auf seine BSA zu sprechen kam. John und Fastner hatten erstmal Redepause. Dabei hat Fastner dieser Tage ein wirklich total cooles, mattanthrazitfarben lackiertes Fahrrad erworben. Sieht echt spitzenmäßig aus! Dennoch fühlte er sich durch Zwickls erwartungsvolle Frage "und was fahrst'n du so?" nicht wirklich eingemeindet. Immer die Radfahrer!


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