Der Preis

Kommentar: Die Bank Austria riskiert einen neuen, transkontinentalen Streit um Entschädigungen.


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Zwei Milliarden Schilling sind eine respektable Summe. Die zwei umkämpften Klimt-Porträts der Zuckerindustriellen Adele Bloch-Bauer sowie drei Landschaftsbilder gehören zu den Prunkstücken der Österreichischen Galerie. So wichtig sind der Republik die einst von den Nazis geraubten Gemälde, daß man drauf und dran ist, sich ihretwegen auf eine riskante Kraftprobe mit den kämpferischen jüdischen Organisationen der USA einzulassen. Vorbei sind die Zeiten, als der österreichische Außenminister stolz erklären konnte, in der Kunstraub-Frage habe das Land "vorbildlich" gehandelt, wie noch im vergangenen Herbst bei der großen Holocaust-Konferenz in Washington. Im Streit um die Bloch-Bauer-Bilder wurde verspielt, was sich seit dem Abklingen der Affäre Waldheim an Goodwill in den USA möglicherweise angesammelt hat.

Klar, der Jüdische Weltkongreß ist eine kleine private Organisation. Elan Steinberg, der scharfzüngige Generalsekretär, und Edgar Bronfman, der millionenschwere Präsident,

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