Schulbank statt Liegestuhl

Lehrer: Jeder vierte Pädagoge drückt zur Zeit die Schulbank. Die zahlreichen Reformen des Unterrichtsministeriums treiben im Sommer immer mehr Lehrer in Fortbildungskurse.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

In der Volksschule Währinger Straße sitzen sie auf unbequemen Kinderstühlen. Mitten im heißen Juli murkst hier ein Dutzend Pädagogen am Computer. Versucht, innerhalb einer Woche ein wenig Orientierung im weltweiten Netz zu finden. Junglehrer Peter Sykora referiert gerade über kinderadäquate Suchmaschinen.

Noch ist das Grüppchen weit von dem entfernt, was die Unterrichtsministerin allabendlich am Bildschirm verkündet: Assistiert von einem Knirps mit großspurigen Zukunftsvorstellungen ("Im Jahr 2030 erfinde ich ein Haarwuchsmittel und vertreibe es als Webmaster im Internet") postuliert Elisabeth Gehrer da die vollzogene Technologieoffensive an Österreichs Schulen. Mitnichten. Schon die einfachsten Internetbefehle treiben den Kursteilnehmern in der Währinger Straße Schweißperlen auf die Stirn. Auch "Vor" und "Zurück" will erst einmal gelernt sein.

So wie vieles andere: "Lernen für Europa", "Englisch ab der ersten Schulstufe", "Schuleingangsphase neu", "Lehrplan 1999", "Qualitätssicherung",


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige