Kommentar: Mortier est mort. Vive Mortier!

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Nichts gegen Diskurs, Debatte und Diskussion. Nur: Hat das derzeitige Gerangel um Gerard Mortier, den künstlerischen Leiter der Salzburger Festspiele, damit noch irgend etwas zu tun? Im März gab Mortier seinen Entschluß bekannt, die Festspiele nach 2001 zu verlassen, und betonte wiederholt, wie endgültig er das gemeint habe.

Endgültig. Anfang Juli dann bot Mortier der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, "ein bißchen zu spekulieren", indem er erklärte, daß sein Entschluß vorläufig doch nur "vorläufig" sei. Prompt ging der Streit um seine Nachfolge erst richtig los: Kunststaatssekretär Peter Wittmann bemühte sich, den Neuerer zu halten; der Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger beharrte darauf, Mortiers Entschluß noch immer für "endgültig" zu halten, und forderte für die Festspiele ein "stärkeres Salzburger Element"; Mortier selbst gab seine generelle Enttäuschung und den konstanten Innovationsbedarf der Festspiele zu Protokoll ...

Ein prima Sommerthema

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