Kopf oder Zahl

FILM In seinem Filmdebüt "Pi" führt der Amerikaner Darren Aronofsky einen Mathematiker tief ins Reich der Zeichen.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Alles kann mit Zahlen ausgedrückt und verstanden werden", sagt der Mathematiker. Pi ist ein griechischer Buchstabe. Der wiederum steht für eine Zahl, die (so sagt das Lexikon) "bei der Berechnung der Fläche des Kreises mit dem Radius 1 als Flächeninhalt auftritt". Wir erinnern uns dunkel.

Zahlen, Buchstaben und Strukturen. Der Mathematiker (Sean Gullette) ist im Alleingang der Systematik der Börse auf der Spur. Ein Konzern interessiert sich für seine Forschungen, und ein Kreis chassidischer Gelehrter verspricht sich Erlösung und Erleuchtung von der 216stelligen Zahlenkombination, die den Mathematiker und seinen Rechner beschäftigt. "Pi" ist mit großem visuellen Aufwand gestaltet und dabei (ganz in der Tradition von Low-Budget-Science-fiction) doch einfach gehalten: in grobkörnigen Schwarzweißbildern, auf ganz wenige Figuren beschränkt und mit verhältnismäßig wenig Technik-Dekors versehen. Es geht, so der Regisseur, um "the inner space", um die Landschaft des Bewußtseins von


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