Robin Hood Goes London

Film: Antonia Birds Gangsterfilm "Face" will an glorreiche Zeiten des englischen Kinos anknüpfen und ruft ein altehrwürdiges Leinwandgesicht in Erinnerung.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Von den Reichen zu nehmen, um den Armen zu geben. Ray (Robert Carlyle) hat sich Robin Hoods Wahlspruch zu eigen gemacht, mit dem kleinen Unterschied allerdings, daß er und seine vier Kumpane Dave, Stevie, Julian und Jason sich gleich selbst zu den Bedürftigen zählen. Der Plan sieht folgendermaßen aus: Ein "letzter" großer Coup, der Überfall auf einen Sicherheitsdienst im Londoner East End, dann will man sich zur Ruhe setzen - aber die erbeuteten Lohngelder machen nur einen Bruchteil der erwarteten zwei Millionen Pfund aus.

Sogar die Gangster haben in Großbritannien eben unter der schlechten Ökonomie zu leiden (und diese, erfahren wir später, war auch der Grund, weshalb der ehemals in der Gewerkschaft engagierte Ray 1986, nach dem unrühmlichen Ende der Bergarbeiterstreiks, erst die Laufbahn eines Kriminellen einschlug). Überhaupt liegt "Face", dem dritten Film der - mit dem Schwulendrama "Priest" (1994) und der Teenieballade "Mad Love" (1995) bislang eher unangenehm aufgefallenen


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