Die Eroberung des Sinnlosen

Formel 1: Helmut Zwickl, die Alternative zu Heinz Prüller im Motorsportjournalismus, über menschlichen Schrott im Rennzirkus, seinen Krieg mit Gerhard Berger und die Unschuld des Alexander Wurz.

Stadtleben | Carsten Fastner und Gerald John | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Es begab sich irgendwann in den achtziger Jahren, daß ein abgewrackter, aber roter Lamborghini 400GT 2+2 Islero in die Garage von Joschi Borka, dem legendären Automechaniker von Jochen Rindt, bog. Am Steuer saß der Motorsportjournalist Helmut Zwickl. "Eigentlich wollte ich nur das Öl wechseln lassen", erzählt er, "aber dann bin ich erst neun Jahre später wieder aus der Werkstatt rausgefahren."

Heute steht der von Borka restaurierte Sportwagen in Zwickls Doppelgarage neben einem schwarzen Porsche 911. Wenn der stolze Besitzer den Zwölfzylindermotor (nur bei Schönwetter) röhren läßt, fangen seine Augen zu glänzen an: "Die heutigen Autos sind ja wie Wurstsemmeln: Die werden im Windkanal zusammengeklebt und klingen wie Rasierapparate." Seine Liebe zu alten Autos lebt Zwickl seit sieben Jahren als Veranstalter des Oldtimer-Rennens Ennstal-Classics aus.

In seinem Brotberuf hat er jedoch eher mit den Wurstsemmeln zu tun. Seit über 35 Jahren arbeitet Zwickl als Formel-1-Journalist. 1963


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige