Tier der Woche: Waljahr

Stadtleben | Peter Iwaniewicz: peter.iwaniewicz@blackbox.at | aus FALTER 29/99 vom 21.07.1999

Reisen bildet ja sehr, sagt man. Und dank moderner Kommunikationsmittel braucht man seinen Körper nicht mehr höchstselbst den touristischen Torturen auszusetzen, sondern kann via PC und Internet die seltsamsten Orte besuchen. Zum Beispiel ein Städtchen namens Florence in Oregon (USA), wo man bereits in den siebziger Jahren neue Wege der Abfallbeseitigung suchte: Ein ziemlich großer, ca. 100 Tonnen schwerer Wal war an der Küste gestrandet und verendet. Dort lag er nun herum und begann, da ihn niemand beseitigen wollte, vor sich hin zu stinken. Also kam man auf die innovative Idee, den Wal einfach in die Luft zu sprengen. Die Leute reisten wie zu einem Volksfest an, und auch das Fernsehen war vor Ort dabei. Die Explosion war dank einer halben Tonne Dynamit heftig genug, um die Zuschauer mit einem Regen aus tranigen Stückchen Walfleisch zu bedecken, und auch noch am anderen Ende der Stadt wurden Autodächer von herumfliegenden Körperteilen des Wals eingedrückt. Die Stadtväter beschlossen,


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