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Cartellverband Der CV hat einen neuen Chef: Christian Gehrer, zufällig auch Sohn der Unterrichtsministerin, wird von einigen als "Liberaler" gefeiert. Wird der Neue den Männerbund nun für Frauen öffnen? NINa Weissensteiner

Politik | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Er ist der einflußreichste Männerbund. Lebenslange Treue und Unterstützung sind oberstes Gebot. Klestil, Fischler, Görg, Fasslabend, Mock, Lichal, Khol, Neisser und Raiffeisenchef Konrad haben sich darin kennengelernt. Nun haben die 12.000 Mitglieder des Cartellverbandes einen neuen Chef. Den Sohn der Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer. Einige "alte Herren" von der "Norica" streuen ihm jetzt schon Rosen. "Aufgeschlossen" sei er, meint Helmut Wohnout, Sprecher von Nationalratspräsident Heinrich Neisser. "Modernes Denken" attestiert ihm Boris Marte von der VP-nahen Plattform für offene Politik. Was Christian Gehrer bei seiner Antrittspressekonferenz als Anliegen formulierte, will die liberale CV-Verbindung Norica schon lange. Das hat ihr die Suspendierung im Dachverband der Hochschulverbindungen eingetragen: "Der CV soll sich vor Frauen nicht verschließen", forderte Gehrer in seiner Antrittsrede. Das "Geheimbundimage" solle der Vergangenheit angehören und durch "moderne Strukturen"

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