"Ich rechne mit Verrissen"

Interview: "ZiB 2"-Chef Johannes Fischer über Interventionen beim ORF, seine "Sommergespräche" und die Angst vor einer vollen Blase.

Medien | Gerald John und Florian Klenk | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Es waren wohl die meistdiskutiertesten acht Sekunden, die der ORF jemals nicht gesendet hat. Auf Druck der SPÖ, behauptet der ORF-Kurator Ernst Strasser (ÖVP), sei eine Passage eines "Zeit im Bild 1"-Beitrages über die Verwicklung von Kanzlersohn Jan Klima in die Euroteam-Affäre herausgeschnitten worden. Seither beschuldigen sich ÖVP (Strasser) und SPÖ (Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas und Kanzlersprecher Josef "Jo" Kalina) gegenseitig der ständigen Intervention beim Staatsfunk. "Bei mir passiert das nicht", sagt Johannes Fischer, Chef der "Zeit im Bild 2". Der renommierte Journalist ist mit dieser Aussage glaubwürdiger als andere ORF-Kollegen: Fischer gilt als absolut unzugänglich für Interventionen.

Hat Kanzlersprecher Jo Kalina heute schon bei Ihnen angerufen und interveniert?

Nein, bei mir ruft Kalina nicht an.

Aber vielleicht bei ihren Kollegen von der "Zeit im Bild 1". Ein kanzlerkritischer Beitrag wurde schließlich um acht Sekunden gekürzt.

Natürlich kann man über


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