Madcap Mabel

Film: Am Rande der großen Retrospektive des Filmarchivs sind vier Arbeiten von und mit Mabel Normand zu sehen: der Queen neben den "Kings of Comedy".

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

"Once we stop to have anybody analyze us, we're sunk." Mack Sennett Mabel Normand war ein Star, lange bevor Chaplin, Keaton, Laurel und Hardy das Licht der Leinwand erblickten, ihr Name schon als Markenzeichen von Mack Sennetts Keystone Studios, der Fun Factory Hollywoods, etabliert. Doch die Filmgeschichtsschreibung hat sie, wie so viele Pionierinnen des Kinos, verschluckt oder später zum "weiblichen Chaplin" abgestempelt. Dessen Autobiografie zufolge sah die wahre Chronologie etwas anders aus: "Ich hatte mehrere Keystone-Komödien gesehen", schreibt Chaplin dort über die Anfänge seiner Filmkarriere, "sagte aber nicht, daß ich sie für eine plumpe Abart von Clownsnummern hielt, denn immerhin gab es darin ein hübsches, schwarzäugiges Mädchen namens Mabel Normand zu sehen, die ganz reizend war und die Existenz dieser Filme rechtfertigte."

Vieles von Mabel Normands Herkunft liegt im dunkeln. Schon die Angaben über ihr Geburtsjahr schwanken zwischen 1892 und 1894, als Orte werden


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige