Streifenweise

Kultur | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Am Ende ist die große Stadt Geschichte. Am Anfang ist sie jener Ort, an dem sich zu nächtlicher Stunde zwei Menschen begegnen, die ansonsten unendlich weit voneinander entfernt sind: "B. Monkey" ist der Titel von Michael Radfords aktuellem Film und der nom de guerre einer jungen Italienerin (Asia Argento) in London, den sie ihrer Schnelligkeit und Effizienz beim Einbruch verdankt; der schüchterne Alan (Jared Harris) ist tagsüber Grundschullehrer und spielt nach Einbruch der Dunkelheit in einem Krankenhaus seine Jazzplatten. Ein Blick in einem rauchigen Pub genügt, um die Beziehung der beiden zu initiieren. "B. Monkey" erinnert in seinem Faible für Retro-Chic, für exzentrische Settings und Kostümierungen ans französische Kino der 80er Jahre, an die Filme von Jean-Jacques Beineix, beispielsweise "Diva" (1980) oder "Betty Blue" (1985). Wie diese ist "B. Monkey" vor allem ein nostalgischer Film. Er entwirft ein (neoromantisches) Bild von der Frau als unfaßbarem Wesen, ein Bild von


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