Wirklich witzig, Will!

Film: "Wild Wild West", inszeniert vom "Men in Black"-Regisseur Barry Sonnenfeld, zeigt Will Smith und Kevin Kline als Geheimagenten in Western-Outfits und Frauenkleidern.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Hollywoods heurige Sommer-Blockbuster wird man einmal als jene Filme in Erinnerung behalten, die an den Kinokassen gegen "Star Wars" angetreten sind und verloren haben. Das heißt, man wird sie bis zu einem gewissen Grad vergessen, weil sie nicht (ganz) zu weltweiten, kulturindustriellen, transmedialen Ereignissen geworden, sondern irgendwie ein bißchen noch Filme geblieben sind.

Das trifft - ungeachtet des dazugehörigen Will-Smith-Clips im MTV-Dauereinsatz - auch auf "Wild Wild West" zu. Über den läßt sich im Grunde nicht viel sagen, gerade weil er so angerammelt ist mit Dingen, deren Sinngehalt und Schauwert gänzlich auf die Spitze getrieben sind. Zwei ungleiche Geheimdienstmänner im Kampf gegen einen mad scientist in einer Actionkomödie, die die Wundermaschinen und Gadgets des Agentengenres in die USA anno 1869 verlegt - ein satirisches Crossover aus James Bond und Western.

Das Prinzip der Kombination von Western mit Techno-Futurismus ist ein alter Stetson - man denke an die "Star


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