In Kürze

Kultur | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Neue Zeitschrift Vor zwei Jahren erregte der in Wien lebende Philosoph Jochen Jung im deutschsprachigen Feuilleton einiges Aufsehen: In seinem Pamphlet "Der Niedergang der Vernunft" rechnete er schonungslos mit der akademischen Philosophie ab. Im Unterschied zu den meisten anderen Nestbeschmutzern ließ es Jung indes nicht bei der Kritik bewenden, sondern wagte einen produktiven Gegenentwurf. Mit seiner Zeitschrift für Philosophie, deren drittes Heft dieser Tage erschien, verbindet Herausgeber Jung hehre Ziele: Einerseits sollen konkrete gesellschaftliche Probleme aus philosophischer Perspektive angesprochen werden; andererseits wird versucht, international innovative Entwicklungen in der Philosophie nachzuzeichnen. Das aktuelle Heft löst diese Ansprüche durchwegs ein: ästhetische Fragen kommen (in einem Interview mit Otto Mühl) ebenso zur Sprache wie Politisches (in Form einer bösen Abrechnung mit der österreichischen Sozialdemokratie) und Ethisches (rund um Krankheit und Tod).


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