Nüchtern betrachtet: Kaffi und Sperti in Züri

Kultur | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Alle Jahrzehnte einmal drücken mir diverse Chefredakteure ein Bündel Banknoten in die Hand und weisen mich an, in die Schweiz zu fahren. "Davon gibt's gerade in der Schweiz doch weiß Gott genug", sage ich. "Spesen, du Trottel", pressen diverse Chefredakteure zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor ("Spesen" ist eines der wenigen Wörter, die Chefredakteure nur mit zusammengebissenen Zähnen zu artikulieren vermögen - so wie "Gehaltserhöhung", "Kapitalismus" und "Rimski-Korsakow"). Es ist gut, daß mich alle Jahrzehnte diverse Chefredakteure in die Schweiz schicken, denn die Schweiz ist teuer, klein und nur schwer zu finden, sodaß ich aus eigenem nie dorthin gelangte. Ansonsten ist gegen die Schweiz nichts zu sagen, ich kenne sie ja auch kaum. Freilich hört und liest man so einiges, zum Beispiel die ungewöhnliche Enge dieses anscheinend sehr schönen Ländchens betreffend. Und richtig: Bevor man mit dem Zug in Zürich anlangt (die Hauptstadt der Schweiz kann nicht angeflogen werden


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