Nachtbadestrand

Nachtschwimmen: Wer in heißen Sommernächten Abkühlung sucht, der kann entweder kalt duschen - oder baden gehen. Das ist zwar nicht immer legal und auch nicht ganz ungefährlich. Aber es macht Spaß.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler. | aus FALTER 30/99 vom 28.07.1999

Drinnen ist es schön warm", tönt es vom Wasser her. Zu sehen ist fast nichts. Ein paar unentschlossene Gestalten stehen noch am Ufer der Alten Donau. Schaut auch keiner? Egal. Die letzten Hüllen fallen, und zögerlich steigen die Gestalten ins nachtdunkle Naß. Schwarz und angenehm warm ist das Wasser. Kein Kindergeplärr stört die nächtliche Stille. Nur der Mond und ein paar Lichter vom Andromeda Tower spiegeln sich im Wasser. Und Gelsen gibt es nur am Ufer.

Wer wieder rauskommt, friert. Und ist eifrigst damit beschäftigt, sich abzutrocknen und wieder anzuziehen. Nachtschwimmern geht es nicht ums Promenieren, sondern um den spontanen Erfrischungskick. Wer nachts schwimmen geht, plant das nicht tagelang im voraus, sondern entscheidet sich kurzfristig. Es soll sogar Menschen geben, die stets ein Handtuch dabeihaben. Für alle Fälle. Schließlich bietet Wien mit der Lobau, Alter und Neuer Donau eine Menge Möglichkeiten zum nächtlichen Spontanbad.

Wer lieber in Chlorwasser schwimmt,


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